Was ist eine adaptive Versandhäufigkeit für Jobalarme?
Bei der adaptiven Versandhäufigkeit passt sich der Versandrhythmus von Jobalarmen automatisch daran an, wie aktiv ein Bewerber mit den erhaltenen Alarmen interagiert.
Anstelle eines dauerhaft festen Rhythmus wird die Versandhäufigkeit je nach Nutzungsverhalten angepasst. Dadurch bleiben relevante Updates für aktive Bewerber erhalten, während der Versand an inaktive Bewerber schrittweise reduziert werden kann. Drei Gründe machen das in der Praxis relevant:
- Die Versandhäufigkeit richtet sich nach dem tatsächlichen Interesse. Wer Jobalarme regelmäßig öffnet, auf einzelne Stellen klickt oder Jobseiten besucht, signalisiert, dass weitere Benachrichtigungen erwünscht sind. Ein fester Versandplan erkennt diesen Unterschied nicht und behandelt aktive und inaktive Bewerbende gleich. Die adaptive Versandhäufigkeit berücksichtigt das Engagement und passt den Versand entsprechend an.
- Die Zustellbarkeit bleibt geschützt. E-Mail-Anbieter wie Gmail und Outlook vergeben jedem Absender eine sogenannte Absender-Reputation, die sich unter anderem daran bemisst, wie Empfänger auf die E-Mails reagieren. Bleiben viele Bewerber über Monate untätig, drückt das die Reputation der gesamten Domain nach unten. Im schlimmsten Fall landen dann selbst E-Mails an aktive Bewerber im Spam-Ordner. Wird der Versand an inaktive Bewerber gedrosselt, bleibt die Reputation stabil.
- Abmeldungen und Spam-Meldungen werden seltener. Wer immer wieder Alarme bekommt, die längst nicht mehr relevant sind, klickt irgendwann auf „Abmelden" oder markiert die Mail als Spam. Wird die Häufigkeit für inaktive Bewerber rechtzeitig angepasst, lässt sich diese Reibung deutlich reduzieren.
Nein, die adaptive Versandhäufigkeit ist im Auslieferungszustand deaktiviert. Bei Interesse an der Aktivierung einfach beim CSM-Team melden.
Wie verändert sich die Häufigkeit?
Jeder Jobalarm hat ein festgelegtes Versandintervall: täglich, wöchentlich, monatlich oder nie. Neu angelegte Jobalarme werden zunächst auf wöchentlich gesetzt. Sobald die adaptive Versandhäufigkeit für einen Stellenmarkt aktiviert wird, werden alle bestehenden und neu angelegten Jobalarme auf täglich gesetzt.
Im Hintergrund verfügt jeder Jobalarm über einen eigenen Inaktivitäts-Zähler. Dieser erfasst, wie lange die letzte Interaktion mit dem jeweiligen Alarm zurückliegt. Je nach Nutzungsverhalten wird die Versandhäufigkeit schrittweise reduziert: von täglich auf wöchentlich, anschließend auf monatlich und schließlich auf nie. Bei einer erneuten Interaktion wird der Jobalarm unabhängig von der aktuellen Stufe wieder täglich versendet.
| Auslöser | Was passiert |
|---|---|
| Feature wird aktiviert | Start bei täglich, Inaktivitäts-Zähler auf 0 |
| 30 Tage ohne Interaktion | Herabstufung auf wöchentlich (fester Wochentag) |
| 4 weitere Wochen ohne Interaktion | Herabstufung auf monatlich (fester Kalendertag) |
| 12 weitere Monate ohne Interaktion | Umstellung auf nie – für diesen Alarm werden ab dann keine E-Mails mehr verschickt |
| Bewerber klickt wieder | Inaktivitäts-Zähler wird zurückgesetzt und die Versandhäufigkeit wird wieder auf täglich gestellt. |
Ausnahme: Wählt ein Bewerber im eigenen Profil selbst eine feste Häufigkeit für einen Jobalarm, wird die adaptive Versandhäufigkeit für diesen Alarm deaktiviert und anschließend nicht mehr automatisch angepasst. Eine manuelle Auswahl hat Vorrang und wird vom System nicht überschrieben.
Was passiert, wenn ein Alarm die Stufe „nie" erreicht?
Das kommt darauf an, ob der Bewerber ein registriertes Konto hat:
- Mit Konto: Der Jobalarm bleibt gespeichert, verschickt aber keine E-Mails mehr. Klickt der Bewerber später wieder oder stellt die Häufigkeit manuell um, läuft der Versand automatisch weiter.
- Ohne Konto: Der Jobalarm wird automatisch gelöscht, sobald er die Stufe „nie" erreicht.
Was gilt als Klick bzw. Interaktion?
Als Interaktion zählt jeder Klick aus der Alarm-E-Mail heraus, der auf eine Jobdetailseite oder das Job board führt. Konkret sind das:
- ein Klick auf einen einzelnen Job-Link in der E-Mail,
- ein Klick auf „Alle Jobs ansehen" in der E-Mail.
Beides setzt den Inaktivitäts-Zähler zurück und hebt die Häufigkeit sofort wieder auf täglich an – außer der Bewerber hat für diesen Alarm bereits eine feste Häufigkeit eingestellt.
Was passiert, wenn die Funktion nach einer Weile wieder ausgeschaltet wird?
Wird die adaptive Versandhäufigkeit nach einer gewissen Laufzeit deaktiviert, bleibt jeder Jobalarm exakt auf der Stufe stehen, auf der er sich in diesem Moment befindet. Es gibt kein automatisches Zurücksetzen auf täglich oder einen anderen Ausgangswert.
War ein Alarm zum Zeitpunkt der Deaktivierung etwa bereits bei monatlich angekommen, bleibt es bei monatlichen E-Mails – so lange, bis der Bewerber selbst oder ein Admin das ändert.
Was müssen Site-Admins beachten?
- Ohne aktive Freischaltung ändert sich am bestehenden Versand nichts: Die adaptive Versandhäufigkeit schaltet sich nicht selbst ein.
- Für Bewerber ist keine Aktion nötig: Nach der Aktivierung läuft die Logik automatisch für alle Jobalarme eines Job Boards.
- Wird die Funktion später wieder deaktiviert, frieren die zuletzt erreichten Häufigkeiten einfach ein: Ein Reset auf einen Standardwert findet nicht statt.