Bei der Migration zu Jobiqo werden alle oder ein Teil der Daten (Arbeitgeber, Jobs, Bewerbungen und mehr) in das neue System übertragen. Vor dem Go-live sollte geprüft werden, ob alles korrekt angekommen ist und so funktioniert, wie das Team und die Users es erwarten. Ebenso wichtig: Es dürfen keine Daten migriert worden sein, die nicht dazugehören, zum Beispiel Einträge außerhalb des vereinbarten Stichtags, etwa alles, was älter als zwei Jahre ist.
Diese Anleitung führt Schritt für Schritt durch den Test, von der Klärung des Migrationsumfangs bis zur Abnahme.
Empfohlen wird ein Test auf zwei Ebenen:
- Stimmen die Daten? Das neue System wird Feld für Feld mit dem alten verglichen.
- Funktioniert alles? Die alltäglichen Aktionen von Arbeitgebern, Bewerber und Site-Admins werden durchgespielt.
Schritt 1: Migrationsumfang klären
Zuerst steht fest, welche Datenobjekte zur Migration gehören. Das steht im Vertrag mit Jobiqo. Nicht jeder migriert alle Objekte. Der Umfang kann Folgendes enthalten:
- Userkonten (Arbeitgeber, Bewerber)
- Organisationen (Profile, Standorte, Ansprechpersonen, Beziehungen)
- Jobs (je per Template, Datei oder Link, inklusive Upgrades)
- Bewerbungen
- Lebensläufe (mit Berufserfahrung und Ausbildung)
- Abos und Credits
- Inhalte (Blog, SEO-Suchinhalte)
- Job-Alerts
- Leistungsdaten der Jobs (Analytics)
- SEO-Weiterleitungen
Schritt 2: Test vorbereiten
- Summen vergleichen: Die Anzahl der Arbeitgeber, Bewerber, Organisationen, aktiven Jobs usw. wird im alten und neuen System gegenübergestellt.
- Stichprobe festlegen: Wie viele Datensätze geprüft werden, entscheidet das Team selbst. Neben einfachen Fällen sollten auch komplexe dabei sein, zum Beispiel Organisationen mit mehreren Standorten, Jobs mit Upgrades und Arbeitgeber-Konten, die mehreren Organisationen angehören.
- Aufgaben verteilen: Testen mehrere Personen, übernimmt jeweils eine Person ein Datenobjekt oder einen Workflow.
- Testprotokoll führen: Zu jedem Problem werden das verwendete Konto, der genaue Datensatz und die Abweichung festgehalten.
Hinweis: Stimmen die Summen, ist das nur ein erster Check. Zahlen können übereinstimmen, obwohl Werte oder Verknüpfungen fehlerhaft sind. Deshalb folgen in Schritt 3 die Detailprüfungen.
Schritt 3: Daten testen
Jeder Datensatz der Stichprobe wird anhand der folgenden Liste geprüft.
| Prüfpunkt | Worauf zu achten ist |
|---|---|
| Pflichtfelder | Jedes Arbeitgeber- und Bewerber-Konto hat eine eindeutige E-Mail-Adresse. Jede Organisation hat eine Inhaberin bzw. einen Inhaber. Jeder Job hat einen Titel. |
| Datumsangaben | Es werden die ursprünglichen Erstellungs- und Änderungszeitpunkte angezeigt, nicht das Migrationsdatum. Ausnahme: Das Altsystem hatte keinen Wert. |
| Felder mit Einfachauswahl | Felder wie Anrede oder Workflow-Status haben einen Wert und sind weder leer noch auf einen Standardwert gesetzt. |
| Inhalte und Medien | Stichproben aus Organisationsprofilen, Blogbeiträgen und Jobbeschreibungen werden geöffnet und auf korrekte Darstellung geprüft. Dateien wie Logos, Bilder oder Lebenslauf-Dokumente sind verfügbar, sofern sie Teil der Migration waren. |
| Daten, die nicht vorhanden sein sollten | Keine Daten außerhalb des vereinbarten Stichtags (z. B. älter als zwei Jahre), keine Testkonten und keine Duplikate. |
Beziehungen prüfen
Verknüpfungen werden leicht übersehen. Folgendes sollte stimmen:
- Organisationen haben die richtige Inhaberin bzw. den richtigen Inhaber.
- Arbeitgeber-Konten gehören zur richtigen Organisation.
- Über- und Unterordnungen sowie Agenturbeziehungen zwischen Organisationen sind intakt.
- Jobs sind mit der richtigen Organisation und der richtigen Autorenschaft verknüpft.
- Bewerbungen verbinden die richtige Person mit dem richtigen Job.
- Lebensläufe, Berufserfahrung und Ausbildung sind der richtigen Person zugeordnet.
Sonderfälle prüfen
| Fall | Worauf zu achten ist | Beispiel |
|---|---|---|
| Sonderzeichen | Akzente, Sonderzeichen und nicht-lateinische Schriften werden auf der gesamten Website korrekt dargestellt, nicht nur im Admin-Bereich. | z. B. ü, é, ñ, €, ™, ©, ц, λ, η, ά, — |
| Formatierter Text | Erlaubte Formatierungen werden in Jobs, Unternehmensprofilen, Bewerbungen und E-Mails korrekt angezeigt. HTML-Tags werden umgesetzt und nicht als Code ausgegeben. | <strong>Senior Developer</strong> erscheint als Senior Developer |
| Leere und sehr lange Werte | Leere optionale Felder verursachen keine Fehler. Sehr lange Titel und Beschreibungen werden nicht abgeschnitten. | Ein Job ohne Gehaltsangabe. Ein Jobtitel mit 150 Zeichen. |
Schritt 4: Taxonomie-Mapping testen
Dieser Schritt ist nötig, wenn sich die Taxonomie bei der Migration geändert hat. Sie wird separat getestet, denn Fehler fallen in Jobs und Lebensläufen oft nur schwer auf.
Was ist Taxonomie-Mapping?
Jobiqo nutzt Taxonomien (kontrollierte Listen) für Felder wie Berufsfeld, Branche, Beschäftigungsart, Erfahrung, und Sprachen. Bei der Migration wird jeder Begriff aus dem alten Jobboard einem Begriff im neuen System zugeordnet.
Dabei sind folgende Zuordnungen möglich:
| Art des Mappings | Beispiel |
|---|---|
| Begriff umbenennen | „Human Resources“ → „Human Resources Management“ |
| Begriffe zusammenführen | „Head of HR“ und „HR Generalist“ → „Human Resources Management“ |
| Begriff entfernen | Der Begriff wird gelöscht. Die zugehörigen Daten werden neu zugeordnet oder gelöscht. |
| Begriff hinzufügen | Ein neuer Begriff wird angelegt. |
| Über- und Unterordnung anlegen | „Head of HR“ wird dem Begriff „Human Resources Management“ untergeordnet. |
Das gehört zum Test
- Umbenannte und zusammengeführte Begriffe: Datensätze, die bisher die alten Begriffe nutzten, zeigen jetzt den richtigen neuen Begriff.
- Entfernte Begriffe: Sie tauchen weder in Filtern noch in Dropdowns oder Tag-Listen auf. Die zugehörigen Daten wurden wie geplant neu zugeordnet oder entfernt.
- Über- und Unterordnung: Untergeordnete Begriffe erscheinen unter dem richtigen übergeordneten Begriff.
- Neue Begriffe: Sie lassen sich auswählen. Enthalten sie bereits Daten, sollte geprüft werden, ob diese korrekt zugeordnet sind.
- Alle Taxonomiefelder: Jedes Feld, das gemappt werden musste, wird getestet, nicht nur das Berufsfeld.
- Darstellung auf der gesamten Website: Jeder Begriff wird in Stellendetails, Suche, Lebensläufen und Unternehmensprofilen korrekt angezeigt und lässt sich dort filtern.
- Freitextfelder: Bei Feldern wie Skills oder Sprachen, die eigene Werte zulassen, sollte geprüft werden, ob die vorhandenen Einträge korrekt migriert wurden.
Schritt 5: Workflows testen
Mit der Checkliste für Standard-Workflows werden alle drei Nutzergruppen getestet.
| Nutzergruppe | Das wird getestet |
|---|---|
| Bewerber | Registrieren oder anmelden, Lebenslauf vervollständigen, nach Jobs suchen (auch mit Taxonomie-Filtern), Job-Alert anlegen, Job merken, Passwort zurücksetzen. |
| Arbeitgeber | Registrieren oder anmelden, Organisationsprofil vervollständigen, Job veröffentlichen, mit der neuen Taxonomie verschlagworten, Upgrade kaufen, veröffentlichte Jobs ansehen, Kontaktdaten von Bewerber anfragen, Dashboard prüfen. |
| Site-Admins | Credits hinzufügen und im Auftrag eines Kunden Jobs veröffentlichen, Bestellungen ansehen und exportieren, Nutzerkonten exportieren, Taxonomie-Synonyme hinzufügen, Landingpages verwalten, Rabattcodes erstellen und einlösen. |
Schritt 6: Probleme melden und Test abschließen
Probleme melden
Alle Probleme werden zunächst im Testprotokoll gesammelt und dann gebündelt an die zuständige Projektleitung bei Jobiqo geschickt. So erkennt Jobiqo Muster und kann zusammenhängende Probleme in einem Zug beheben. Blockiert etwas den Test, sollte die Projektleitung sofort informiert werden. Folgende Angaben gehören zu jeder Meldung:
- Das verwendete Konto
- Die URL der Seite
- Was passiert ist
- Was stattdessen erwartet wurde
- Ob es sich um ein Daten- oder ein Workflow-Problem handelt
Bitte keine personenbezogenen Bewerbungsdaten in die Meldung aufnehmen. Eine Datensatz-ID oder ein Screenshot genügt.
Korrekturen prüfen
Sobald Jobiqo ein Problem behoben hat, wird derselbe Datensatz erneut geprüft, dazu auch einige verwandte Datensätze.
Abnahme
Sind die Stichprobenprüfungen und alle drei Workflows abgeschlossen, wird die Abnahme gegenüber der Projektleitung bestätigt. Das Testprotokoll sollte auch nach dem Go-live aufbewahrt werden.
Fragen? Bei Fragen zu einem bestimmten Feld, Datenobjekt oder Taxonomie-Mapping hilft die Jobiqo-Projektleitung weiter.