Mit einem XML-Importer erstellst und pflegst du Jobs aus einem Feed. In dieser Anleitung erfährst du, wie du einen Feed verbindest, die Jobinformationen zuordnest und den Importer für den regelmäßigen Einsatz vorbereitest.
Für die Konfiguration gibt es zwei Ansichten:
- Einfache Einrichtung (Simple setup): Scannt den Feed und schlägt dir Feldzuordnungen vor, die du prüfst.
- Erweiterte Einrichtung (Advanced setup): Bietet die „XPath-Parser-Einstellungen“ (XPath Parser Settings) für die manuelle Konfiguration.
Beide Ansichten konfigurieren denselben Importer. Du kannst jederzeit zwischen ihnen wechseln, und Änderungen erscheinen, wo es unterstützt wird, auch in der anderen Ansicht. Wenn du einen bestehenden Importer bearbeitest, öffnet sich zuerst die einfache Ansicht mit der aktuellen Konfiguration.
Eine Einführung in die Funktion findest du im Artikel „Was ist ein XML-Importer und wie kann ich ihn verwenden?“. Wie du deinen Feed prüfst oder die Einrichtung durch Jobiqo anfragst, steht im Artikel „Anforderungen an XML-Feeds und Checkliste zur Einrichtung“.
Importer erstellen
- Melde dich mit einem Admin-Konto an.
- Gehe auf „Jobs“ > „Job Importers“ oder öffne
/admin/content/feed. - Wähle „Feed hinzufügen“ (Add Feed) oder öffne
/feed/add. - Wähle den Importer-Typ:
- Job-Importer per Vorlage (Job importer template): Erstellt reguläre Stellenanzeigen mit Textinhalt.
- Job-Importer per Link (Job importer per link): Zeigt Jobs über ein eingebettetes Job-Widget in einem iFrame an.
Der Importer-Typ lässt sich nach dem Erstellen nicht mehr ändern.
Feed-Details eingeben
- Gib einen Titel ein, mit dem du den Importer im Backend erkennst.
- Wähle das Haupt-Frontend (Owner frontend). Es kann nur ein Haupt-Frontend ausgewählt werden. Bei Projekten mit nur einem Frontend ist das Veröffentlichungs-Frontend bereits ausgewählt und nicht änderbar.
- Wähle das Frontend oder die Frontends, auf denen die Jobs veröffentlicht werden sollen. Ein Importer kann Jobs auf mehreren Frontends veröffentlichen.
- Gib die URL des XML-Feeds ein.
- Richte bei Bedarf die Authentifizierung ein.
Die Feed-URL muss jederzeit stabil und erreichbar bleiben. Sie darf sich zwischen den Aktualisierungen nicht ändern. Nur der Inhalt unter dieser Adresse sollte sich ändern, wenn Jobs hinzukommen oder entfernt werden.
Feed authentifizieren
Seitenadministrator:innen und Volladministrator:innen können geschützte Feeds direkt konfigurieren, ohne manuelle Downloads oder Umwege.
Ungeschützter Feed
- Lass den „Autorisierungsmodus“ (Authorization mode) auf „Statisches Token“ (Static token) stehen.
- Gib die Feed-URL ein.
- Lass die Authentifizierungsfelder leer.
- Fahre mit „XML scannen“ (Scan XML) fort.
Sind keine Authentifizierungsdaten eingetragen, behandelt das System den Feed als ungeschützt.
Feed mit statischem Token
- Wähle „Statisches Token“ (Static token).
- Gib die Feed-URL ein.
- Fülle die relevanten Felder anhand der Anleitung deines Anbieters aus:
- Autorisierungs-Header-Schlüssel (Authorization header key): der Header-Schlüssel deines Anbieters, falls erforderlich
- Autorisierungs-Header-Token (Authorization header token): das Token deines Anbieters, falls erforderlich
-
Accept-Encoding-Header (Accept encoding headers): optionale Werte für den Header
Accept-Encoding, zum Beispieldeflateodergzip;q=1.0
Feed mit OAuth2-Client-Credentials
- Wähle „OAuth2-Client-Credentials“ (OAuth2 client credentials).
- Gib die Zugangsdaten deines Anbieters ein.
- Fülle die erforderlichen Quelleneinstellungen aus.
Das System übernimmt die Authentifizierung und ruft automatisch eine aktuelle Kopie der Jobdaten ab. Die Kopie wird lokal auf deiner Seite gespeichert und mit den Parsing-, Feldzuordnungs- und Zeitplan-Einstellungen des Importers verarbeitet.
Kontext festlegen
Dein XML-Feed enthält für jeden Job einen eigenen Abschnitt. Das Feld „Kontext“ (Context) sagt dem Importer, welches Tag einen Job kennzeichnet und wo er zu finden ist.
Das folgende Beispiel zeigt einen Feed mit zwei Jobs. Beide verwenden ein <job>-Tag innerhalb des äußeren <jobs>-Tags. Für diesen Feed trägst du im Feld „Kontext“ /jobs/job ein:
<jobs>
<job>
<title>Software Engineer</title>
</job>
<job>
<title>Marketing Manager</title>
</job>
</jobs>
Das bedeutet: Suche innerhalb von <jobs> und lies jedes <job> als eigenen Job. Verwende die Tag-Namen und die Struktur deines eigenen Feeds. Liegen die Jobs zum Beispiel in <data> und dann in <jobs>, lautet der Pfad /data/jobs/job.
Andere Tag-Namen wie <listings> und <listing> werden unterstützt, solange sie im gesamten Feed einheitlich sind. Eine Mischung verschiedener Tags für dasselbe Objekt, zum Beispiel <jobs> und <listings> im selben Feed, wird nicht unterstützt.
Hinweis: In den XPath-Parser-Einstellungen musst du dieselben Tags (Wörter in spitzen Klammern, die Anfang und Ende eines Elements markieren) verwenden wie im XML-Feed, damit die Informationen korrekt zugeordnet werden.
Beispiel für einen XML-Feed
Das folgende Beispiel zeigt einen fehlerfrei aufgebauten XML-Feed mit einer einzelnen Stellenanzeige, bei der alle empfohlenen Felder ausgefüllt sind:
<jobs>
<job>
<jobId><![CDATA[12345]]></jobId>
<title><![CDATA[Senior Software Engineer]]></title>
<description><![CDATA[Full job description here...]]></description>
<company><![CDATA[Acme Corporation]]></company>
<city><![CDATA[Richmond]]></city>
<state><![CDATA[VA]]></state>
<country><![CDATA[US]]></country>
<postalCode><![CDATA[23890]]></postalCode>
<postedAt><![CDATA[2024-03-01T10:00:00Z]]></postedAt>
<jobUrl><![CDATA[https://example.com/apply/12345]]></jobUrl>
<applicationEmail><![CDATA[jobs@example.com]]></applicationEmail>
<category><![CDATA[Engineering]]></category>
<companyLogo><![CDATA[https://example.com/logo.png]]></companyLogo>
<salaryMin><![CDATA[80000]]></salaryMin>
<salaryMax><![CDATA[120000]]></salaryMax>
<salaryCurrency><![CDATA[USD]]></salaryCurrency>
<salaryFrequency><![CDATA[Yearly]]></salaryFrequency>
</job>
</jobs>
Jobinformationen zuordnen
Sobald du die Feed-Details eingegeben und den Jobpfad im Feld „Kontext“ festgelegt hast, wähle „XML scannen“ (Scan XML).
Das System:
- erkennt die XML-Struktur
- zeigt den ersten Job in der XML-Vorschau an
- listet die XML-Tags des Jobs auf
- schlägt anhand von Struktur und Knotennamen Zuordnungen für erkannte Felder vor
Enthält ein Knoten mehr als fünf Zeilen, zeigt die Vorschau die ersten fünf gefolgt von einer Ellipse (...). Prüfe den vollständig importierten Job daher beim Testen und verlasse dich nicht nur auf die Vorschau.
Vorgeschlagene Zuordnungen prüfen
Die XML-Zuordnung steht für jedes Feld in der linken Spalte. Du kannst eine Zuordnung auf vier Arten hinzufügen oder ändern:
- Wähle ein Feld und dann ein Tag aus.
- Ziehe ein XML-Tag aus dem Bereich in das Feld.
- Wähle ein verfügbares Tag im Dropdown-Menü aus.
- Gib einen XPath-Ausdruck ein.
Für verschachtelte Informationen verwendest du den Pfad zum untergeordneten Knoten, zum Beispiel location/street oder location/city. Prüfe jede automatische Zuordnung, bevor du speicherst.
Erforderliche Felder und Einstellungen
Bewerbungsprozess
Der gewählte Bewerbungsprozess bestimmt, welches Bewerbungsfeld angezeigt wird. Die anderen Bewerbungsfelder bleiben ausgeblendet.
Zusätzliche Felder
Ordne die weiteren Informationen zu, die du importieren möchtest:
- Unternehmen, Land, Bundesland und Postleitzahl
- Berufsfeld und Beschäftigungsart
- Remote-Option
- Logo
- Gehaltsspanne
- Mindestgehalt, Höchstgehalt, Gehaltshäufigkeit und Währung
Beim Gehalt verwendest du entweder die Werte für Minimum und Maximum oder die Gehaltsspanne. Die Gehaltsspanne ist eine eigene Taxonomie-Spanne und kein anderer Name für Mindest- und Höchstgehalt.
Eine ausführlichere Feldübersicht findest du im Artikel „Anforderungen an XML-Feeds und Checkliste zur Einrichtung“.
Mehrere XML-Tags einem Feld zuordnen
Vier Felder akzeptieren mehr als ein XML-Tag:
- Beschreibung
- Berufsfeld
- Beschäftigungsart
- Remote-Option
Ziehe das erste Tag in das Feld und füge bei Bedarf weitere Tags hinzu. Zusätzliche Pfade trennst du mit |, zum Beispiel:
tag1|tag2|tag3
Taxonomie-Zuordnung prüfen
Prüfe bei Feldern wie Beschäftigungsart und Berufsfeld, ob die Werte im Feed zu den Taxonomiebegriffen deiner Seite passen. Verwendet der Feed andere Begriffe, ergänze vor dem Import Synonyme. Eine Anleitung findest du im Artikel „Wie kann ich einen importierten Job bearbeiten?“.
Erweiterte Einrichtung
Öffne die „XPath-Parser-Einstellungen“ (XPath Parser Settings), um weitere Feldzuordnungen manuell zu konfigurieren.
Trage immer den Pfad zur Information ein und nicht den Wert selbst. Gib zum Beispiel jobId ein und nicht 12345. Konfiguriere außerdem immer „Feeds item: guid“, die Job-ID, damit der Importer den Job bei späteren Importen wiedererkennt.
Ein größeres Beispiel und die Feldübersicht findest du im Artikel „Anforderungen an XML-Feeds und Checkliste zur Einrichtung“.
Feed-Werte Taxonomiebegriffen zuordnen
Der Importer ordnet Feed-Werte bestehenden Taxonomiebegriffen zu für:
- erforderlichen Abschluss
- Beschäftigungsart
- Berufserfahrung
- Studienfächer
- erforderliche Sprachen
- Berufsfeld
- Gehaltsspanne
- erforderliche Kenntnisse (Skills)
- Remote-Option
- Branche
Ergänze Synonyme, wenn der Feed andere Begriffe verwendet als deine Seite. Zum Beispiel:
Wenn du dasselbe Synonym mehreren Begriffen zuweist, kann ein Job alle passenden Begriffe erhalten.
Wie du Synonyme hinzufügst und bestehende importierte Jobs aktualisierst, erfährst du im Artikel „Wie kann ich einen importierten Job bearbeiten?“.
Weitere Einstellungen prüfen
Die weiteren Importer-Einstellungen stehen unterhalb der einfachen Zuordnung und gelten für beide Ansichten.
Vor der Veröffentlichung testen
Bevor du den ersten Import startest:
- Aktiviere „Jobs müssen geprüft werden“ (Jobs need review).
- Aktiviere „Aus Google 4 Jobs Index und Sitemaps ausschließen“ (Exclude from Google 4 Jobs index and sitemaps).
- Begrenze den Import auf eine kleine Testmenge.
- Speichere die Konfiguration und starte den Test.
- Prüfe Jobinhalt, Standort, Taxonomie, Bewerbungsdetails und Unternehmenszuordnung.
Den Testfilter und die vollständige Checkliste findest du im Artikel „Was sollte ich beim Testen eines neuen XML-Importers beachten?“.
Verwende den Testfilter nur für einen neuen Importer. Bei einem Importer mit aktiven Jobs werden Jobs außerhalb des Filters so behandelt, als wären sie aus der Quelle entfernt worden, und unveröffentlicht. Die Einstellung zum Google-Ausschluss allein verhindert nicht, dass Jobs bei Google erscheinen.
Regelmäßige Importe starten
Wenn der Test abgeschlossen ist:
- Entferne einen eventuellen Testfilter aus dem Feld „Kontext“ (Context). Ein erneutes „XML scannen“ (Scan XML) entfernt ihn nicht automatisch.
- Deaktiviere „Jobs müssen geprüft werden“ (Jobs need review), wenn künftige Jobs automatisch veröffentlicht werden sollen.
- Deaktiviere den Google-Ausschluss, wenn die Jobs aufgenommen werden sollen.
- Aktiviere unter „Importoptionen“ (Import options) das Kontrollkästchen „Aktiv“ (Active) für automatische Importe.
- Wähle das „Importintervall“ (Import period).
- Lege bei Bedarf unter „Aktiv bis“ (Active until) fest, wann der Importer zu einem bestimmten Zeitpunkt deaktiviert werden soll.
- Speichere die Konfiguration und starte den vollständigen Import.
Das Standard-Importintervall beträgt drei Stunden. Es legt das Zeitintervall fest und keinen genauen Startzeitpunkt, ein Import kann auf andere Hintergrundaufgaben warten.
Mit „Speichern“ sicherst du die Konfiguration, ohne einen Import zu starten. Mit „Speichern und Importieren“ (Save and Import) speicherst du und startest den ersten Import. Bei einem bestehenden Importer wählst du im Tab „Ansicht“ (View) „Im Hintergrund importieren“ (Import in background), um einen Lauf zum nächstmöglichen Zeitpunkt anzufordern.
Bestehenden Importer kopieren
Mit „Klonen“ (Clone) erstellst du einen weiteren Importer mit derselben Konfiguration.
- Alle Einstellungen und Zuordnungen werden kopiert.
- Titel und Feed-URL werden nicht kopiert, beide Felder sind leer.
- Gib vor dem Speichern oder Importieren einen neuen Titel und eine neue URL ein.
„Klonen“ findest du am Ende der Feed-Konfigurationsseite und unter „Bearbeiten“ (Edit) in der Übersicht der Job Importers. Prüfe die kopierten Einstellungen, bevor du den neuen Importer startest.